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Die Gastronomiebranche steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Digitale Bestellbildschirme — von Self-Service-Kiosken über QR-Codes bis hin zu interaktiven Displays — haben in den letzten Jahren einen enormen Vormarsch in Restaurants, Fast-Food-Ketten und Cafés gemacht. Doch handelt es sich um einen vorübergehenden Hype, oder transformieren wir die Gastronomie dauerhaft zu einem digitaleren Bedienmodell? Dieser Artikel analysiert Zahlen, Trends und Zukunftsperspektiven.
Digitale Bestellbildschirme sind kein futuristisches Gimmick mehr, sondern werden breit eingesetzt. Weltweit waren im Juni 2023 fast 350.000 Restaurantkioske installiert — ein Anstieg von 43 % in nur zwei Jahren. Der europäische Kioskmarkt wurde 2024 auf 2,5 Milliarden Dollar bewertet, mit einer erwarteten jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 12,1 % bis 2033.
Auch in den Niederlanden wächst die Verbreitung. Große Ketten wie Subway und Bakker Bart investieren, aber auch kleinere Gastronomiebetriebe setzen auf digitale Lösungen zur Optimierung des Bestellprozesses.
Der rasante Aufstieg dieser Technologie ist das Ergebnis mehrerer Faktoren:
Self-Service-Kioske steigern den durchschnittlichen Bestellwert häufig um 20-35 %. Digitale Bildschirme machen konsequent Vorschläge für zusätzliche Artikel und Upgrades, ohne dass Kunden sozialen Druck verspüren.
Digitale Systeme können die Arbeitskosten um bis zu 25 % senken und den Umsatz um 20 % steigern, weil:
Ein Kiosk arbeitet zudem rund um die Uhr — ideal während der Stoßzeiten.
Menschliche Fehler verschwinden weitgehend. Kunden geben ihre eigene Bestellung ein und erhalten genau das, was sie möchten, mit Zeit zum Überlegen.
Digitale Bildschirme generieren wertvolle Daten über:
Diese Erkenntnisse helfen bei der Menüzusammenstellung, Bestandsverwaltung, Personalplanung und Marketingstrategien.
Kioske und Software können mehrere tausend Euro kosten. Viele Anbieter, wie Onesix, bieten monatliche Abonnements oder 30-tägige Testphasen an.
Störungen können frustrierend sein. Regelmäßige Wartung, Software-Updates und 24/7-Support sind unerlässlich. Das Personal muss weiterhin in der Lage sein, traditionelle Bestellungen als Backup aufzunehmen.
Nicht jeder fühlt sich mit Technologie wohl. Ältere Gäste oder Menschen mit eingeschränkten digitalen Fähigkeiten benötigen möglicherweise Unterstützung. Darüber hinaus bleibt persönliche Gastfreundschaft unverzichtbar. Technologie unterstützt das Personal — sie ersetzt es nicht.
Indikatoren deuten darauf hin, dass digitale Bestellbildschirme eine permanente Veränderung darstellen.
Die Niederlande liegen etwas hinter anderen europäischen Ländern zurück, aber die Verbreitung beschleunigt sich aufgrund des Personalmangels. Die Anzahl der Gastronomiebetriebe sank von 44.389 im Jahr 2023 auf 43.120 im Jahr 2024, während die Beschäftigung zunahm. Digitalisierung hilft, diese Lücke zu überbrücken, und bietet erhebliches Wachstumspotenzial.
Digitale Bestellbildschirme sind kein Trend, sondern eine permanente Transformation der Gastronomie. Sie steigern den Umsatz, senken die Kosten, liefern wertvolle Daten und verbessern die Kundenzufriedenheit.
Der beste Ansatz: Technologie nutzen, um Gastfreundschaft zu stärken, nicht zu ersetzen. Stark frequentierte Fast-Food-Restaurants haben andere Bedürfnisse als intime Fine-Dining-Lokale, aber digitale Elemente finden in praktisch jeder gastronomischen Umgebung ihren Platz.
Die digitale Revolution in der Gastronomie ist keine Frage des „Ob”, sondern des „Wie” und „Wann”. Wer früh adoptiert und intelligent implementiert, positioniert sich für den Erfolg. Die Zukunft der Gastronomie ist digital, aber die Seele bleibt menschlich — und darin liegt die Stärke.
Daan ist als Head of Marketing bei Onesix tätig. Diese Nachrichtenseite bietet relevante Artikel für Personen, die in der Gastronomie, im Einzelhandel oder in Freizeitparks tätig sind oder sich dafür interessieren.